Die Sundgaufront 1914-1918
Eine Zeitreise in den großen Krieg. Von Jürgen Ehret, weitergeführt und ergänzt von Gernot Roth.
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Unternehmen "Colmar" - Vorstoß nach Balschweiler, 12./13. Oktober 1918

 

Um Balschweiler

Die Stellungen der Franzosen gegenüber unserem rechten Flügel lagen in dem langgestreckten Waldgebiet von Diefmatten und Gildweiler (Buchwald und Gildweiler Wald), das auf einem die Umgegend beherrschenden Bergrücken das Sulzbachtag vom Spechbachtal trennte. Seine Vorposten hatte er bis an die Chaussee, die aus dem Largtal von Balschweiler nach Niederburnhaupt und Oberburnhaupt führt, vorgeschoben. Balschweiler bildete einen starken Eckpunkt seines Stellungssystems.

Von da folgte seine vorderste Linie dem breiten Taleinschnitt der Larg bis 1,5 km westlich Heidweiler, durch den sich weithin sichtbar der schmale Rhein-Rhone-Kanal hinzieht. Das stark bewaldete Höhenmassiv südlich der Larg, östlich der Ortschaften Eglingen, Hagenbach und Ballersdorf, gab den Franzosen gegenüber unserem linken Flügel einen starken natürlichen Schutz. Hier vor allem fanden ihre leichten und schweren Batterien überall günstige Stellungen. Hierher konnten sie auch mit der über Dammerkirch führenden Vollbahn spielend Truppen und den ganzen Nachschub an Munition, Geräte, Verpflegung aus ihrem Bollwerk Belfort befördern. Es war eine für den Feind in jeder Beziehung günstige Stellung, deren Vorteile er jederzeit auszunutzen gewillt war.

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Ammerzweiler, 1914-1918

Französischer Text: Le front du Sundgau – 1914-1918 – AMMERTZWILLER

„Der greulich zerschossene Ort Ammerzweiler, wohl der Gipfel alles bisher Gesehenen hinsichtlich der Verwüstung durch die heftigen Kämpfe“. 

„Ammerzweiler selbst stellte sich als zerschossener, glitschiger Lehmboden mit Häuserresten und Schutthaufen, feuchten Löchern als Erdbehausung und triefenden Gräben dar, eingetaucht in eine trübselige Atmosphäre und vorn und hinten unerfreulich“.

Ein getrennter Bericht zur Minensprengung im Juli 1915 und dem Minentrichter finden Sie hier: Der Minentrichter von Ammerzweiler, 15. Juli 1915.

Der Frontabschnitt zwischen Heidweiler und Niederburnhaupt war ein Brennpunkt der Sundgaufront. Nachdem sich im Herbst 1914 die Front nach und nach stabilisierte und nur noch wenig änderte, wurde entlang dieser Front eifrig geschanzt. Es entstanden im Laufe der Jahre kilometerlange Gräben, zahlreiche Stollenanlagen und Unterstände. Heute ist davon nur noch wenig sichtbar. Wie sich die Situation in und um Ammerzweiler 1916 darstellte, verdeutlicht die Stellungskarte.

Die französischen Gräben sind in roter, die deutschen Gräben in blauer Farbe eingezeichnet. Gut zu erkennen ist der westlich von Ammerzweiler vorspringende Teil der deutschen Frontlinie, das sogenannte „Vorwerk Sautter“.

Nach Kriegsende war das Dorf vollständig zerstört. In der einschlägigen Literatur finden sich noch viele Berichte und Beschreibungen der Vorgänge von damals. Davon möchten wir auf diesen Seiten einiges wiedergeben. Man sollte sich aber stets bewusst sein, dass diese Texte einseitig und patriotisch gefärbt sind.

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Der Isteiner Klotz - Feste Istein

Von den südwestlichen rebenbestandenen Ausläufer des Schwarzwaldes springt der „Isteiner Klotz“, ein etwa 100 bis 150 Meter die Rheinebene überragender Felsen aus Muschelkalk, bis nahe an die Ufer des Stromes vor. Früher umspülten die Fluten des Rheins den Felsen, dessen Gipfel ein starkes Schloβ krönte, und an dessen Fuβ im Süden das untere, die Schiffahrt beherrschende Schloβ lag.

Die vorspringende Lage des Felsens forderte geradezu heraus, hier eine den Rhein beherrschende starke Feste anzulegen, die in den Jahren 1902 bis 1910 als neuzeitige Panzerfeste erbaut wurde. Die 10 cm Schnellfeuerkanonen1 der Türme reichten von Basel bis zu den Höhenzügen südöstlich Mülhausen (Habsheim) und konnten jedem Versuch, den Rhein zu überschreiten, wirksam entgegentreten.

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Schloss Heidweiler und Umgebung

 

Schloss Heidweiler

Das Schloss war während des Kriegs ständiger Sitz der höheren Offiziere; u.a. wohnte zeitweise der Regiments-Stab des Landwehr Infanterie Regiments Nr. 126 und der Kampftruppen-Kommandeur (K.T.K.) im Schloss. Einige Bilder sowie eine kurze Beschreibung sind erhalten geblieben.

"Durchschritt man, von Illfurt kommend, das wohlerhaltene kleine Dorf Heidweiler auf seiner einzigen Straße, so bog man unmittelbar bei der fast unversehrten Kirche in den erhöht gelegenen Schlosspark ein. Durch seine Platanen Allee gelangte man auf einem Teppich herbstlich gefärbten Laubes zu der Terrasse des ehrwürdigen Schlossbaues. Seine graue, vielfenstrige Fassade lud den Gast freundlich die bequemen Stufen hinauf. Um so abweisender war seine Hinterfront. Zwei finstere Rundtürme bewachten die Flanken, und wie das buschige Antlitz eines alten Forstmannes war das ganze Gemäuer bis ans Dach mit dichtem Efeu überzogen. Ein Dachbrand hatte die Sparren zur Hälfte bloßgelegt und das Schicksal des Zerfalls über den Bau verhängt. Die Ankömmlinge betraten froh die hohe Empfangshalle des festen Hauses, das nach dem halb unterirdischen Leben des Priesterwaldes einen angenehmen Aufenthalt für den nahen Winter zu gewährleisten versprach. Waren doch die bewohnten Gemächer mit der braunen Holztäfelung, den schweren geschnitzten Möbeln und vor allem dem mächtigen Kachelofen ein für den K.T.K. und seinem Stab ungewohnter Luxus. Der Eindruck des Behagens steigerte sich noch, wenn man abends aus dem Dunkel der gespenstig leeren Säle in das warme Speisezimmer trat. 

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Soldat Jakob Hollmann in der Stellung bei Moos

 

Aus dem Tagebuch des Ersatzreservisten Jakob Hollmann. Vom Ersatzbataillon ins Feld zum Landwehr-Infanterie-Regiment 111.

"Wir sind in Pfirt und melden uns beim Regimentsstab. Nach kurzer Zeit heißt es: „Kaffee-Empfang“. „Der Krieg fängt gut an,“ denke ich.

Mit einem Kameraden komme ich ins Quartier zu armen Leuten. Wir haben ein gutes, breites Franzosenbett. Die Frau ist sehr verschüchtert. Dem Kind gebe ich eine Tafel Schokolade. Die Frau wird nun gesprächig und erzählt, dass ihr Mann in Russland im Felde stehe und sie sich sehr um ihn ängstige. Ja, ich erfahre noch mehr. Ihr Bruder sei gleich am ersten Tag hinüber auf die andere Seite. Jetzt sei ihr Mann bei den „Dütschen“ und ihr Bruder bei den Franzosen. Es fiel mir sofort auf, dass sie von den „Dütschen“ sprach. Sie sagte nicht, „bei den Unserigen“. Man merkte, die Frau betrachtete sich als dazwischenstehend. Sie hielt weder zu den einen, noch zu den anderen. So war sie auch in ihrem Innern zerrissen. Fällt ihr Mann, so stirbt er für die „Dütschen“, fällt ihr Bruder, so stirbt er für die anderen. 

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Der Kuhstall und die Stellungen um Niederspechbach und Brünnighofen

Der "Kuhstall" bei Niederspechbach

Mehrfach ist in der einschlägigen Literatur von einem „Kuhstall“ bei Niederspechbach die Rede. Wir sind den Hinweisen nachgegangen und werden nachfolgend die entsprechenden Texte wiedergeben, ergänzt mit Berichten und Beschreibungen der Stellungen und der Ereignisse um Brünnighofen und Niederspechbach. Die zwei kleinen Dörfer Enschingen und Brünighofen bilden heute die Gemeinde Saint-Bernard.

Die Stellung des II. Bataillons klammerte sich vorwiegend an das Dorf Brünnighofen, das von Gräben und Verhauen durchsetzt, trotz seiner gefährdeten Lage fast mehr zerfallen als zerschossen und in seinen Umrissen noch leidlich erhalten war. Alle seine Gräben strebten, um sich dem Bereitschaftsort Niederspechbach zu nähern, einem Gehöfte, dem Kuhstall zu, um von dort aus in einem einzigen Laufgraben dieses Dorf zu erreichen. Naturgemäß lag das französische Feuer mit Vorliebe auf dem Knotenpunkt des „Kuhstalls“, dessen Ruinen davon zeugten.

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