Buchempfehlungen
Es sind zahlreiche Bücher über den ersten Weltkrieg entstanden. Hier eine kleine Empfehlungsliste:

Deutschland, Sammlung 1915, später ab 1918 Kriegsbriefe gefallener Studenten, ist eine Sammlung echter Feldpostbriefe und -karten von gefallenen jungen deutschen Studenten in die Heimat, seit 1915 mehrmals erweitert und neu aufgelegt.
"Menschen, Menschen - Bestien sind wir!"

Auf der Seite http://www.altearmee.de/unruh/ wird das Werk sehr ausführlich beschrieben (Stand März 2026):
"Nicht alle in den Kritiken besprochenen Bücher sind heute noch leicht verfügbar; Jüngers Stahlgewitter und Renns Krieg finden noch in Neuauflagen statt, der Opfergang des Fritz von Unruh findet in den Grabbelkisten des Antiquariates statt. Das Buch „Opfergang", in der französischen Ausgabe „Verdun" betitelt, ist heute - vollkommen zu Unrecht - in Vergessenheit geraten. Es erschien 1918 im Druck, geschrieben und veröffentlicht wurde es jedoch bereits 1916. Wenn man die Enstehungsgeschichte und die Vita des Autors kennt, weiß man, warum das Werk so bedeutend ist:
Fritz von Unruh, preußischer Adel und Offiziersfamilie, Vater General, auf Kadettenschulen erzogen, mit den preußischen Prinzen und insbesondere dem Kronprinzen als Schul- und Spielkamerad seit der frühesten Jugend verbunden. Die wahre Berufung Schriftsteller; erstes wichiges Werk „Offiziere" 1910, deshalb den Abschied genommen, 1914 wieder freiwillig gemeldet.
Als Kompagniechef und Bataillonschef Fronterfahrung. Als guter Freund des Kronprinzen im März des Jahres 1916 beauftragt, das historische Ringen um Verdun in Worte zu fassen. Unter Vorbehalt des Schriftstellerethos nur die eigene künstleriche Sicht zu zeigen, akzeptiert.
Entstanden ist eine unmittelbar zeitnahe Erzählung des großen Ringens um Verdun, die im Feuer vor Verdun entstand, und bis heute darunter leidet, daß Fritz von Unruh sich eines expressionistischen Stils bedient, der den Zugang zu seinem Werk bis heute für die breite Masse verschließt. Noch bevor die Schlacht um Verdun abgebrochen oder gar entschieden war, war das Werk vollendet. Der Autor durfte aus dem Manuskript in einer Lesung vor dem Kronprinzen und dessem versammeltem Stab am 16. Juni vorlesen; am nächsten Tage erhielt er einen Marschbefehl und eine Versetzung zu einem Sturm-Pionierbataillon an der vordersten Front, mit dem Auftrag, als Führer einer Erkundung die Stärke der feindlichen Linien festzustellen.
Zur Ehrenrettung des Kronprinzen sei erklärt, daß er an dieser Versetzung keinen Anteil hatte und drei Tage später, als er davon erfahren hatte, den Kadettenfreund von Unruh in die Etappe versetzt hat. Das Werk „Opfergang" wurde indiziert, aber im Dezember 1918 erstmal veröffentlicht. Es ist bezeigt, daß in deutschen Gräben um 1917 aber schon Abschriften zirkulierten.
Fritz von Unruh war nach dem Weltkrieg als Schriftsteller tätig, emigrierte vor dem folgenden Krieg in die USA und kehrte in den 50er Jahren in die Bundesrepublik zurück. Mit zutreffender Weitsicht hatt er bereits 1936 erklärt, daß die Nazionalsozialisten einen Krieg vorbereiten, und daß nach diesem Krieg „Auf dem Potsdamer Platz Schafe weiden werden", und diese Prophezeihung hat sich tatsächlich ja so auch erfüllt."
Der Bruder wird innerhalb einer sowieso sehr sehenswerten Dokumentation über Verdun von German Werth interviewt (German Werth - Augenzeugen Berichten über: Verdun 1916).
Hier die digitale deutsche Ausgabe.