Dieser Friedhof bei Soultzmatt ist der größte rumänische Militärfriedhof in Frankreich. Hier liegen 687 rumänische Kriegsgefangene begraben, welche nach dem Krieg von 35 verschiedenen Ortschaften hierher umgebettet wurden. Die Gemeinde Soultzmatt schenkte Rumänien das Gelände.

Der Friedhof wurde 1924 durch König Ferdinand und Königin Marie feierlich eingeweiht. Heute noch besucht jährlich eine rumänische Delegation den Friedhof.


Auf den Kreuzen liest man u. a. die Namen der Ortschaften Koetzingen, Niederentzen, Walheim, Ensisheim und Steinbrunn le Haut.
In einem Gemeinschaftsgrab ruhen 71 Kriegsgefangen welche bei der Tragödie am 27./28. Januar 1917 in Steinbrunn le Haut ihr Leben verloren:
"Im Januar 1917 kamen 71 völlig ausgezehrte und in Lumpen gekleidete rumänische Kriegsgefangene nach Obersteinbrunn. Sie wurden zunächst in einer Baracke beim Bahnhof untergebracht, aber schon bald in einen Raum im Rathaus verlegt. Zweifellos wegen der strengen Kälte in diesem Winter. Um des Kaisers Geburtstag zu feiern, wurden die Gefangenen am 27. Januar abends in eine alte, unbenutzte und baufällige Scheune verlegt. In dieser Nacht fiel das Thermometer in Mülhausen auf minus 10,4 Grad. Am Morgen waren 63 von den 71 Gefangenen erfroren. Die Überlebenden wurden erschossen. Das rumänische Arbeitskommando existierte nicht mehr."
"La stèle du Rossberg" auf dem Friedhof von Steinbrunn le Haut erinnert noch heute an diese tragische Begebenheit.
In Koetzingue erinnert eine Gedenktafel an 46 rumänische Kriegsgefangene mit dem Text: "....gestorben an Hunger und Kälte...."